Pestizide und Kinder: Eine Generation in Gefahr*

Kinder sind aktuell in einem schlechteren gesundheitlichen Zustand als  die vorherige Generation von Kindern.

Asthma, Neurodermitis,  Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen etc. nehmen im Kindesalter erschreckend zu. Mit der Studie „A Generation in Jeopardy“

beleuchtet PAN Nordamerika wie sich Pestizide  negativ auf die Gesundheit und Intelligenz von Kindern auswirken.

Es gibt evidente Hinweise, dass Pestizidexpositionen mit einer Störung der Struktur und Funktion von Hirnfunktionen und Störungen der Funktion

des Nervensystems in Zusammenhang stehen.

Der Studie zufolge stehen neurotoxische Pestizide in einem eindeutigen Zusammenhang mit der ansteigenden Rate von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen, Autismus, dem oft beobachteten Rückgang des Intelligenzquotienten und andere Indikatoren für kognitive Intelligenz.

Pestizidexpositionen tragen zu einer Reihe von zunehmend verbreiteten Gesundheitsproblemen von Kindern bei, einschließlich frühzeitig eintretender Pubertät

Krebs und Geburtsfehlern. Dabei ist der Zusammenhang zwischen Pestiziden und bestimmten Formen von Krebs im Kindesalter besonders evident.

Neuere Forschungen geben Hinweise darauf, dass Pestizide in bedeutsamen Ausmaß zum Entstehen von Asthma, Übergewicht und Diabetes beitragen können.

Die zum Teil sehr besorgniserregenden  Ergebnisse veranlassten bereits eine ganze Reihe von Gemeinden in den USA, sich gegen die Pestizidbelastung zur Wehr zu setzen.

So mancher Erfolg wurde erzielt.

Es gibt inzwischen pestizidfreie Schulen, Parks und Spielplätze, aber etwa auch Schutzzonen in stakr landwirtschaftlich genutzten Gebieten.

Es sei, so die Zusammenfassung der Studie, eine dramatische Reduktion des Einsatzes solcher Chemikalien auf dem gesamten Gebiet der USA

erforderlich, wenn die Schädigung von Kindern durch Pestizide gestoppt werden soll.

Seit Dekaden sei Wissenschaftlern bekannt, dass Kinder besonders leicht durch Pestizide geschädigt werden, weil sie schnell wachsen, im Verhältnis

zum Körpervolumen mehr atmen, essen und trinken als Erwachsene und weil nicht alle Körperfunktionen bereits mit der Geburt ausgebildet sind.

Um Kinder vor Pestizid-Wirkungen zu schützen raten die Autorinnen insbesondere, sich auf folgende vier  Fragen zu konzentrieren.

  1. Welche Pestizide werden in der Landwirtschaft eingesetzt ?
  2. Welche Pestizide werden dort eingesetzt, wo Kinder leben, lernen und spielen ?
  3. Verhindere, dass die Pestizidindustrie Pestizide verkauft, die Kinder schädigen können.
  4. Investiere in Bauernhöfe (BIO) die aus der chemischen Pflanzenproduktion aussteigen.
  • Quellen: PAN-North America (2012): A Generation in Jeopardy – How Pesticides are undermining our children´s Health & Intelligence. San Francisco. PAN 2018 Germany

Das Umweltinstitut Natürlich Leben ergänzt und fasst zusammen, dass die Gesellschaft sich keinerlei Gedanken mehr um Pestizide und Einsatzgebiete bzw.

Schädigung der Gesundheit ihrer Kinder etc. machen müsste, würde sie nur Lebensmittel kaufen,  die mit dem Wort „BIO“ auf den Lebensmittelpackungen gekennzeichnet sind, denn da ist JEDE Art von Pestiziden gesetzlich verboten.

 

 

 

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